Jugend forscht: Deutschlands beste Jungforscher auf der Zielgeraden
Erlangen/Hamburg/München, 04. April 2017
52. Bundeswettbewerb vom 25. bis 28. Mai 2017 bei der Siemens AG in Erlangen
Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler fiebern dem 52. Bundeswettbewerb von Jugend forscht Ende Mai 2017 in Erlangen entgegen. In den kommenden Tagen werden die letzten der rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Bundesfinales auf den Landeswettbewerben ermittelt. Unter dem Motto "Zukunft. Ich gestalte sie." hatten sich bundesweit mehr als 12 000 Jungforscher an der aktuellen Runde von Jugend forscht beteiligt. "Die Forschungsprojekte der Finalisten beweisen, dass wir in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik über eine große Zahl junger Talente verfügen, die später einen wichtigen Beitrag zur verantwortungsbewussten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten werden", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. Der 52. Bundeswettbewerb wird gemeinsam ausgerichtet von der Siemens AG als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V.
Eine Reihe von Jungforscherinnen und Jungforschern hat sich bereits für das Finale qualifiziert: In Erlangen geht ein Teilnehmer mit einem selbst konstruierten computergesteuerten bionischen Elefantenrüssel an den Start. Mit Sensoren und Kameras ausgestattet kann dieser als autonomes Assistenzsystem für Menschen eingesetzt werden. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf im Wasser lebende Organismen sind ein aktuelles Thema. Ein Jungforscher-Team wies nach, dass der Seeringelwurm Hediste diversicolor bei Futtersuche und Fortbewegung kleinste Plastikpartikel in tiefere Sedimentschichten transportiert. Davon profitieren Lebewesen, die sich in höheren Schichten aufhalten. Präsentiert wird zudem ein innovatives Konzept für die Stentimplantation. Stents sind spezielle Gefäßstützen, die bei der Behandlung verengter Herzkranzarterien eingesetzt werden, um die Gefäße nach deren Erweiterung zu stabilisieren. Die neue Methode optimiert vor allem die Blutströmung in den verengten Gefäßen, was Komplikationen verhindern soll.
"Als Unternehmen fühlen wir uns verantwortlich, MINT-Talente zu fördern. Wir brauchen in Deutschland engagierte junge Nachwuchskräfte mit wissenschaftlicher Neugier, Ideenreichtum und Kreativität. Sie sind die Voraussetzung für künftige Innovationen in Forschung und Technik", sagt Dr. Frank Anton, Bundespatenbeauftragter der Siemens AG. "Wir freuen uns sehr, bereits zum dritten Mal nach 1976 und 1997 Gastgeber des Bundeswettbewerbs von Jugend forscht zu sein."
Bis zum Abschluss der Landeswettbewerbe werden weitere kreative und spannende Projekte aus den sieben Jugend forscht Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik hinzukommen. In den Bundesländern Bayern (05.04.), Nordrhein-Westfalen (05.04.), Rheinland-Pfalz (06.04.), Brandenburg (06.04.) und Sachsen (08.04.) besteht noch die Möglichkeit, dem wissenschaftlichen Nachwuchs beim Landesfinale über die Schulter zu schauen. Informationen zu allen Landessiegern dieser Runde gibt es unter www.jugend-forscht.de.
Das Jugend forscht Finale findet vom 25. bis 28. Mai 2017 in der Heinrich-Lades-Halle in Erlangen statt. Medienvertreter können sich während des gesamten Bundeswettbewerbs umfassend über die Leistungen des deutschen Forschernachwuchses informieren. Die Sieger und Platzierten werden am Sonntag, dem 28. Mai 2017, um 10:30 Uhr bei der Siegerehrung geehrt.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
Internet: www.jugend-forscht.de
Siemens AG
Florian Martini
Wittelsbacherplatz 2
80333 München
Tel.: 089 636-33446
E-Mail: florian.martini(at)siemens.com
Internet: www.siemens.com/innovation
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September 2015 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Ende September 2015 hatte das Unternehmen weltweit rund 348 000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
Die Stiftung Jugend forscht e. V. richtet Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb aus. Bundesweit führt Jugend forscht jedes Jahr mehr als 110 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Der Wettbewerb richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Jugend forscht ist ein Ideenwettbewerb, bei dem sich die Teilnehmer selbst ein Projekt suchen, das sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Runde werden Geld- und Sachpreise im Wert von einer Million Euro vergeben. Seit der Gründung 1965 hat sich rund eine Viertelmillion Jungforscher am Wettbewerb beteiligt. Jugend forscht ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Schirmherr ist der Bundespräsident, Kuratoriumsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e. V. die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Das Jugend forscht Netzwerk ist mit rund 250 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5 000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuer und Wettbewerbsleiter, über 3 000 Fach- und Hochschullehrer sowie Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys. Das Bundesfinale Ende Mai ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde. Alle Siegerinnen und Sieger der Jugend forscht Landeswettbewerbe präsentieren dort ihre Projekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik der Jury und der Öffentlichkeit. Darüber hinaus erwartet die Jugendlichen während des viertägigen Bundeswettbewerbs ein attraktives Rahmenprogramm. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.jugend-forscht.de.
- Weitere Infos zum Download:
Pressemitteilung_Ankuendigung_Bundeswettbewerb_Jugend_forscht_2017.pdf


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