Jugend forscht – erfolgreich mit 3-D-Druck, Minecraft und Winglets

Hamburg/Clausthal-Zellerfeld, 18. März 2026

Zwölf junge MINT-Talente aus Niedersachsen qualifizieren sich für das 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Antonia Linke wurde 2025 Landessiegerin im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften

Für den 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zwölf junge MINT-Talente aus Niedersachsen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Stephan Ertner, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, in Clausthal-Zellerfeld ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Universität Clausthal, präsentierten 57 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 38 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Götz Anft (18) von der Zukunftswerkstatt Buchholz. Er befasste sich mit der Frage, ob unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte in 3-D-Druck-Filamenten die Druckqualität wie auch die mechanischen Eigenschaften eines Druckmodells beeinflussen.

Biologie-Landessieger wurden Ben Schüler (19) und Jonas Knaup (19) aus Hannover. Sie erforschten einen spezifischen Ansatz zur Herstellung künstlicher Organe, indem sie bestehendes Gewebe zunächst von Zellen befreiten und anschließend mit neuen, gezielt veränderten Zellen wiederbesiedelten.

Ebenfalls in Biologie erfolgreich war Jamila-Cate Tran (19). An der Medizinischen Hochschule Hannover untersuchte sie, ob sogenannte SGLT-2-Hemmer, ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt, auch bei nierentransplantierten Patientinnen und Patienten ohne Diabetes das Risiko für Nieren- und Herz-Kreislauf-Komplikationen sowie die Sterblichkeit senken können.

Paula Schoe (18) vom Gymnasium Marianum Meppen errang den Landessieg im Fachgebiet Chemie. Sie analysierte einen neuartigen Komplex aus Betanin, Chlorophyll und Titandioxid-Partikeln, der sich selbst organisiert und möglicherweise Energie, ähnlich wie in der natürlichen Fotosynthese, effizient weiterleitet.

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften überzeugten Joris Parthier (18) und Karl Parthier (18) vom Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover die Jury. Sie entwickelten ein KI-basiertes System, das mittels Verknüpfung historischer und aktueller Daten besonders brandgefährdete Waldgebiete identifiziert und diese durch mobile Einheiten gezielt überwacht.

Erasmus von Platen vom Gymnasium Schillerschule Hannover siegte im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der 18-Jährige entwarf eine eigene Programmiersprache für das Computerspiel Minecraft, die Nutzenden künftig ermöglichen soll, selbst eigene Skripte zu schreiben und so Einfluss auf das Spiel zu nehmen.

Dominik Kultys (16) und Oleksandra Kompanets (19) von der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule in Braunschweig konstruierten mit einfachen Mitteln ein sogenanntes Fluxgate-Magnetometer. Damit gelang es ihnen, das Erdmagnetfeld und seine Schwankungen präzise zu messen. Die beiden waren im Fachgebiet Physik erfolgreich.

Technik-Landessiegerin Claudia Gaida (16) vom Gymnasium Schillerschule Hannover entwickelte ein verstellbares Winglet für den Airbus A320neo. Dieser Aufsatz am Ende der Tragflächen kann seine Form je nach Flugbedingungen automatisch anpassen, was den Luftwiderstand verringert und so den Treibstoff-verbrauch messbar senkt.

Mit dem Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt wurde Mark-Daniel Leupold (18) von der Eichendorffschule Wolfsburg ausgezeichnet. Er trainierte ein eigenes KI-basiertes Modell, das niedrig aufgelöste Satellitenbilder in deutlich schärfere Aufnahmen umwandelt, um so präzisere Auswertungen in der Erdbeobachtung zu ermöglichen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt: 
Stiftung Jugend forscht e. V. 
Dr. Daniel Giese 
Baumwall 3 
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40 
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de  

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