Mit Algorithmen, App und adaptiven Flügeln zum Erfolg

Hamburg/Saarbrücken, 23. März 2016

Neun Jungforscher aus dem Saarland qualifizieren sich für das 51. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Joshua Petry, Landessieger 2015

Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich neun talentierte junge Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Saarland qualifiziert. Die Landessieger 2016 wurden heute in Saarbrücken in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der IHK Saarland und der TÜV Nord Bildung Saar GmbH, präsentierten 71 Jung­forscherinnen und Jungforscher insgesamt 42 Forschungsprojekte.

Landessiegerinnen im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Sara Mosbach (18), Anna-Lena Albert (18) und Nastasja Hryaznov (18) vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach. Die Jungforscherinnen setzten sich zum Ziel, den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht zu optimieren. Dazu konzipierten sie eine innovative Unterrichtseinheit zum Thema "Wahrscheinlichkeitsrechnung", um Schülern ein effektiveres Lernen zu ermöglichen.

Die Elektrokardiografie, kurz EKG, ist eine der wichtigsten Untersuchungsmetho­den in der inneren Medizin, die Rückschlüsse auf die Herzfunktion ermöglicht. Bislang musste bei Reanimationen die Herzmassage ausgesetzt werden, um ein fehlerfreies EKG schreiben zu können. Der Biologie-Landessieger Michael Johan­nes Keller (19) vom Christian von Mannlich-Gymnasium in Homburg entwickelte einen Lösungsansatz, der eine EKG-Analyse auch während der Reanimation zu­lässt. So können wichtige Sekunden eingespart und möglicherweise Menschenleben gerettet werden.

Joshua Meyer vom Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis überzeugte die Jury im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit seiner Arbeit zum sogenannten SAT-Problem, eines der berühmtesten Entscheidungsprobleme im Bereich der Logik und der Informatik. Es findet Anwendung in der Komplexitätstheorie, der Hardwareverifikation und beim Entwurf von logischen Schaltungen. Der 16-Jährige entwickelte einen neuartigen Lösungsansatz mit einem effizienten und zuverlässigen Algorithmus.

Im selben Fachgebiet siegten Simon Spies (17), Patrick Szylar (18) und Dennis Knobe (18) vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach. Die drei Jungforscher stellten sich die Frage, wie eine App aufgebaut sein muss, um möglichst schnell, sicher, flexibel und benutzerfreundlich zu sein. Zur Überprüfung ihrer Ergebnisse programmierten die drei Jungforscher einen digitalen Vertretungsplan.

Der sogenannte adaptive Flügel soll bei Flugzeugen zu einem reduzierten Luftwiderstand führen, die Energieeffizienz steigern und so die Umwelt schonen. L. B. (16) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen untersuchte, wie die Tragflächen geformt sein müssen, um insbesondere die herkömmlichen Klappen am Flügel, die zur Steuerung eingesetzt werden, zu ersetzen. Er siegte mit seiner Arbeit im Fachgebiet Technik.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 51. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2016 in Paderborn statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

 

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